Bislang bestanden innerhalb des Landkreises Passau zwei LEADER-Aktionsgruppen: die LAG Passau Nord mit 17 Kommunen nördlich der Donau (vgl. Abb. - markiert in leuchtendem Grün) und die LAG Donau-Vils-Wolfach mit 9 Kommunen südlich der Donau aus dem Landkreis Passau (hellgrüne Darstellung) sowie weiteren fünf Kommunen aus dem Landkreis Deggendorf. Die Entscheidungsgremien beider LAGs beschlossen, die bestehenden LEADER-Aktionsgruppen nach Beendigung der Förderperiode 2007 - 2013 aufzulösen und sich in einer neuen Konstellation als LAG zu bewerben. So wurde im Landkreis Passau am 25. Juli 2013 der Verein „Regionalinitiative Passauer Land e. V.“ gegründet, der sich in der neuen Förderperiode 2014 - 2022 für EU-Fördermittel aus LEADER bewarb. In der neuen LAG Regionalinitiative Passauer Land e. V. befinden sich alle 38 Kommunen des Landkreises Passau - davon haben 26 bereits LEADER-Erfahrung.

Für den Entschluss, die beiden langjährig bestehenden, erfolgreich arbeitenden LAG zusammenzulegen, gab es mehrere triftige Gründe. Zum einen Hinweise aus dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), für die LAG „größere Einheiten wie z. B. Landkreisgrößen anzustreben“, zum anderen finanzielle Erwägungen. Die seitens des StMELF im Jahr 2013 angekündigten Arbeitsanforderungen an das zukünftige LAG-Management legten eine Erhöhung des jährlichen Budgets nahe, um die erforderlichen Mehrleistungen finanzieren zu können. Ein höherer Beitragssatz schien jedoch für viele kleine, mitunter äußerst finanzschwache Gemeinden nicht realisierbar, noch dazu, wenn diese keine LEADER-Projekte umsetzen. Das war ein zweiter Grund für den Beschluss der Kommunen und des Landkreises, sich im Herbst 2014 mit einer einzigen, den Landkreis umfassenden LAG für LEADER-Fördermittel zu bewerben. Außerdem wurden damit auch Weichen dafür gestellt, dass Ziele aus diversen, bereits erstellten Fachgutachten des Landkreises Passau, mit über LEADER- Projekte erreicht werden können, deren Umsetzung sich zum Wohle der Bevölkerung des ländlich geprägten Teilraumes auswirken.

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